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traurig/wütend wegen Marfan

Wißt ihr was mich wütend macht?

Das sind gar nicht die Einschränkungen die ich heute durch das Marfan-Syndrom habe.
Nein, das ist meine verkorkste Kindheit.

Alle anderen Mädchen in meinem Alter waren “niedlich”. Ich war immer nur zu groß und zu dünn.

Meine Freundin Andrea und ich bei der Einschulung. Man bemerke den Größenunterschied.

  • Es ist scheiße immer zu groß zu sein.
  • Es ist ätzend total unsportlich zu sein und von seinen Mitschülern immer als letzte in die Mannschaft gewählt zu werde.
  • Es ist total gemein dauernd gehänselt zu werden, weil man zu dünn ist und irgendwie anders aussieht.

Ich wußte als Kind schon immer das ich anders bin, aber ich wußte nie warum. Ich konnte mich tierisch anstrengen, aber ich konnte überhaupt keine Sportart. Jetzt weiß ich, dass manche Marfan-Syndrom-Menschen einfach schwächere Muskeln haben als “normale” Menschen. Auch heute bin ich noch schnell ausser Atem, wenn ich längere Strecken Rad fahre und ich habe immer das Gefühl, dass meine Beine abfallen.
Ich weiß jetzt auch warum ich so wenig Muskeln im Rücken habe und deshalb so eine schlechte Körperhaltung.

Ich hatte damals einen Sportlehrer auf dem Gymnasium, der mir immer schlechte Noten gegeben hat und immer behauptet hat, dass ich mich nicht genug anstrenge.

ICH KONNTE NICHT ANDERS DU PENNER!!!!

Wenn ich das alles früher gewußt hätte, hätte es wahrscheinlich nicht viel geändert, aber es wäre eine für mich Erklärung gewesen.

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4 denken was zum Thema “traurig/wütend wegen Marfan”

  1. Bea sagt:

    Liebe Claudi

    Dein Eintrag vom 05.01. könnte von mir sein. Ich habe zwar nicht das Marfan-Syndrom, doch auch ich war gross und schlaksig, hatte schwache Muskeln, eine dicke Brille, einen tolpatschigen Gang und ich war überall immer die letzte Wahl in den Turnstunden. Die letzte Wahl, deren Namen man mit einem riesen Frust oder grosser Unlust aussprach und dazu die Augen verdrehte. Auch ich wusste damals nicht, dass es nicht mein Fehler ist, warum ich anders bin. Ich bin einfach sehr rasch in die Höhe gewachsen. Heute glaubt es mir keiner mehr, dass ich vom Kindergarten bis 3. Sekundarschule immer und überall die Grösste war von den Buben und den Mädchen. (ohne jemals eine Klasse wiederholt zu haben). Von der Grösse her bin ich heute nicht mehr anders als der Durchschnitt, von der Behinderung her schon, aber auch das habe ich mittlerweile zum Guten nutzen können. Letztlich bin ich nun versöhnt mit meinem Leben, habe grosses Einfühlungsvermögen. Nur Klassenzusammenkünfte meide ich immer noch.

    Sende Dir ganz herzliche Grüsse aus der Schweiz

    Bea vom Elternforum
    “Das andere Kind” *winke*

  2. dasclaudi sagt:

    Huhu Bea,

    ich habe mit meiner Schulzeit auch komplett abgeschlossen. Ich habe keinerlei Kontakte mehr zu früher. Das erste Mal richtig akzeptiert gefühlt habe ich mich in der Ausbildung. Wir waren in der Berufsschule eine tolle Truppe. Zum Glück habe ich heute viele Menschen die mich so lieben wie ich bin.

    Ich knuddel Dich mal.
    Claudi

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